Alfa Romeo Gulia

1962 - 1978

Alfa Romeo Gulia

Im Juni 1962 kam die im Vergleich zur Vorgängerin deutlich geräumigere Limousine auf den Automarkt. Sie hieß nicht mehr Alfa Giulietta Berlina, sondern einfach nur Alfa Giulia, natürlich wurde wurde der Name um weitere ausstattungsbedingte Zusätze erweitert.

Die Karosserie der Alfa Gulia wurde neu konstruiert. Der kantigen und hohen Form der Karrosserie sah man nicht an, dass sie im Windkanal getestet wurde. Sie hatte aber einen Widerstandsbeiwert - Cw von nur 0,34. Die kleine Alfa Gulioa 1300 leistete 78 PS und errecihte eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h. Die Gilia Spitzenversion, der 1600 ti Super kam mit über 112 PS auf die Strasse und errecihte eine Endgeschwindigkeit von etwa 190 km/h.

Das Magazin "auto motor und sport" betietelte den Alfa der auch den Sound eine Rennwagens hatte mit "Überlegenheit, die man nur mit Maßen ausnutzen darf, wenn man nicht die übrigen Verkehrsteilnehmer ängstigen will." Der Alfa Romeo 1600 ti Super wurde nur 501 mal gebaut und zwischen 1963 und 1964 produziert und ausschließlich an Privatrennfahrer abgegeben. Bis heute ist es die gesuchteste Variante und erreicht mittlerweile Preise von mehr als 50.000 Euro.

Für den kleinen Geldbeutel erschien 1964 die kleine Schwester Alfa Romeo Giulia 1300 mit 78 PS und einfacherer Ausstattung, sowie Erscheinung. Um den sportlichen Ruhm der Gulia TI Super auch in den Großserienmodellen zu nutzen, produzierte Alfa Romeo im Jahr 1965 das Modell Alfa Romeo Giulia Super und schuf damit den Höhepunkt der Modellreihe, der die Legende der Giulia maßgeblich mit beeinflussen sollte.

Derbekannte Doppelnockenwellenmotor von Alfa Romeo leistete dank seiner zweier Flachstromvergaser 98 PS und erreichte eine Spitze von 175 km/h. Sie verkaufte sich von Anfang an sehr gut da sie äusserich viel Chrom dazu bekommen hatte und einen edlen Innenraum erhalten hatte. 1966 erschien in Gestalt der Alfa Rome 1300 TI ein auf 82 PS erstarktes Einstiegsmodell, das sich bis 1972 in über 120.000 Exemplaren verkaufen ließ. Man nahm jedoch das Urmodell 1967 aus dem Programm um Verwechslungen mit der Gulia 1300 TI zu vermeiden. Eine abgespeckte 1600er erschien erst 1969 als Giulia 1600 S mit 95 PS, der allerdings kein Erfolg auf dem Markt beschieden war und so bereits 1970 wieder eingestellt wurde. Im selben Jahr kam auch die kleine 1300er zu ihrem Leistungsmaximum als Giulia 1300 Super mit 89 PS und wurde ab April 1972 auch optisch an die große Alfa Schwester angeglichen und verfügte nun über den bekannten Doppelscheinwerfergrill und die hochwertige Innenausstattung. In dieser Form wurden die beiden Modelle Giulia Super 1.6 und Giulia Super 1.3 in ihrer letzten Runde gebaut.
Alfa Romeo Giulia Nuova wurde von 1974 bis 1978 gbaut

1974 kam die Alfa Nuova Super mit einem umfassendem Facelifting. Fahrwerk und Fahrleistungen wurden noch einmal verbessert. Alle Modelle wurden etwas sachlicher und bekamen mit der Zeit einen Kunststoffgrill mit gleich großen Scheinwerfern. Das berühmte Alfa Knochenheck mit der so charakteristischen Sicke wurde entschärft und durch eine veränderte, glatte Motorhaube ersetzt. In der Ausstattung war das Fahrzeug mit Rundum Scheibenbremsen, 5-Gang Getriebe, Kunstleder Innenraum, einen Holzlenkrad und einer umfangreichen Veglia Instrumentierung. 1976 kam das Modell Alfa Nuova Diesel hinzu, mit einem wenig spritzigen 50-PS-Dieselmotor und wurde aber nur in Italien angeboten. Nach ganzen 16 Produktionsjahren wurde die Gulia Modellreihe nach 572.646 Exemplaren eingestellt

Zur Modellabrundung nach oben wurde im Jahr 1967 die Limousine vom Typ Berlina 1750 vorgestellt, eine von Bertone geglättete und vergrößerte Karrosserie Version der Giulia. 1971 erfuhr diese ein Facelift als Berlina 2000 und wurde deutlich grösser. Alfa Romeo Sprint und GT Alfa Romeo GT 1300 Junior 1968
Alfa Romeo 2000 GT Veloce

Die Giulia Sprint war 1962 äußerlich zunächst gleich mit dem Vorgängermodell Giulietta, sie verfügte jedoch über den 1600 ti-Motor mit 92 bzw. als Veloce mit 112 PS. In der kommenden Zeit wurden hiervon noch 8.507 Stück gebaut. 1963 wurde dann auf der technischen Grundlage der im Vorjahr auf den Markt gekommenen Giulia Limousine die neue Giulia Sprint GT als zweitüriges Sportcoupé vorgestellt. Da die Typenbezeichnungen seitens Alfa Romeo manchmal etwas unsystematisch und sprunghaft erscheinen, hatte der Markt eigene Namen entwickelt. Die Giulia Sprint GT und ihre diversen Varianten hießen in der Umgangssprache häufig schlicht nur „Alfa GT“ oder noch verbreiteter der „Bertone“. Die Karosserie wurde von Giorgetto Giugiaro bei der Firma Bertone entworfen, allerdings wurde sie, anders als beim Vorgänger, bei Alfa Romeo im Werk Arese gebaut.

Im Jahr 1967 wurde der neue 1750 ccm Motor für das Fahrzeug erstmals angeboten. In dieser Variante lautete die Typenbezeichnung Alfa Romeo 1750 GT Veloce, mit dem 2 Litermotor ab 1971 mit der Bezichnung 2000 GT Veloce. Ab 1971 hatte man die Auswahl zwischen 1750er und 2000er. Die beiden Ausführungen unterschieden sich später zusätzlich durch eine überarbeitete Frontpartie. Der Namenszusatz Alfa Giulia Sprint wurde ersatzlos gestrichen und nur noch das „GT“ zusammen mit weiteren Ergänzungen diente zur offiziellen Typenbezeichnung des Alfa Bertone.

Bedeutende Sondermodelle waren das bei Carrozzeria Touring nur 1000 mal gebaute Cabriolet mit Kürzel „GTC“, der „Junior Zagato“ als 1300 sowie später als 1600, die sehr seltene „Giulia TZ“ und der im Motorsport überaus erfolgreich eingesetzte „Alfa Romeo GTA“. 1976 lief die GT-Baureihe nach beachtlichen 225.215 produzierten Stückzahlen aus (+ 1.510 Zagato).
Spider [Bearbeiten]
Alfa Romeo Giulia 1600 Spider (1962)

Zusammen mit der Giulia Limousine wurde 1962 auch ein Cabriolet unter dem Namen „Giulia Spider“ vorgestellt. Es handelte sich um ein Facelift des Vorgängermodells Giulietta Spider; beide Varianten wurden bei Pininfarina gebaut. Die 1600er-Maschine war identisch mit der Giulia Sprint und erlaubte eine Höchstgeschwindigkeit von 172 km/h, als Veloce 200 km/h. Die äußerlichen Unterschiede zum Vorgängermodell waren gering. Die Karosserie wurde zugunsten des Fahrgastraums hinter der Tür um einige Zentimeter verlängert, auf der Motorhaube schaffte eine Lufthutze Platz für den größeren Motor und die bisher einteiligen Seitenfenster erhielten vorne kleine Dreieckfenster. Nach 10.341 produzierten Stück lief 1965 die Baureihe aus. Nachfolger wurde der neue Duetto.
Technik
Motor des 1750 GTV

Der Benzinmotor der Giulia hatte 1600 ccm. Unter der Bezeichnung Alfa Junior wurde auch der 1300 ccm Mototr oder eine sonstwie abgespeckte Version angeboten. Im Jahr 1967 wurde nur für den Alfa Bertone die neue 1750 ccm-Maschine und 1971 der 2000 ccm Motor angeboten.

Wie markenüblich hatten alle Benzinmotoren zwei kettengetriebene obenliegende Nockenwellen, die Ventile wurden über Tassenstößel betätigt. Leistungsstärkere Motoren unterschieden sich vor allem durch andere Vergaservariante bis hin zu 2 Doppelvergaseranlagen und höheres Verdichtungsverhältniss. Der kräftige Sound der Motoren hatte nicht unerheblich zum sportlichen Image der Alfa Giulia bzw. des GT beigetragen. Um die Drehfreudigkeit der Motoren ausnutzen zu können, war ein 5-Getriebe immer serienmäßig. Ab 1976 wurde die Alfa Giulia Nuova Limousine auch mit einem 50 PS leistenden Dieselmotor von Perkins angeboten, allerdings mit nur geringem Erfolg. Die Räder waren vorn einzeln an doppelten Dreieckslenkern aufgehängt und mit einer Schnecken-Rollenlenkung versehen, hinten gab es eine Starrachse an zwei Längslenkern und einem Dreieckslenker. Vorn und hinten gab es an den Rädern Schraubenfedern und Teleskopstoßdämpfer.

Hersteller: Alfa Romeo
Produktionszeitraum: 1962–1978
Klasse: Mittelklasse
Karosserieversionen: Stufenheck, viertürig
Motoren: Ottomotoren:
1,3–1,6 l
(57–82 kW)
Dieselmotoren:
1,8 l
(35 kW)
Länge: 4185 mm
Breite: 1560 mm
Höhe: 1430 mm
Radstand: 2510 mm
Leergewicht: ≈1000 kg

Alfa Romeo Gulia das 4-türige Stufenheck wurde von 1962 - 1978

Alfa Romeo Guilieta Spider die erste Serie des Gulieta Spiders